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Letting GMail go isn't easy

Nach dem Aufruf von Hendrik fasste ich mir ein Herz und beschloss, nach 6 Jahren auf meine lieb gewonnene googlemail.com E-Mail Adresse zu verzichten und die bislang darüber betriebenen Mail-Adressen wieder eigenständig zu nutzen. Klar, das zieht einiges an Mail-Client Konfiguration auf Notebook und Smartphone nach sich, doch die zwei Stündchen waren es mir wert.
Doch gleich am nächsten Arbeitstag stoß ich auf die ersten ungewöhnlichen Umstellungen - im Büro erlaube ich es mir hin und wieder, meine Mails zu checken. Was bislang mit einem Aufruf des GMail Interfaces getan war, erstreckte sich jetzt auf das Überprüfen von 5 Webmailern. Allerdings habe ich über einen Freund und dessen Freund bereits schon vor einiger Zeit von einer guten Lösung für derlei Probleme gehört.
Das geht jetzt seit 3 Wochen sehr gut. Die größeren Probleme stehen aber noch an, und erst jetzt merkt man, warum GMail einfach großartig ist. Die Konfiguration eines eigenen Mail-Servers ist kein Zuckerschlecken, und ich beuge mich ungern den Dateigrößen-Restriktionen meines Webhosting-Anbieters.
Selbst nach der Konfiguration eines eigenen Mail-Servers hat man noch keine Ruhe. Schließlich möchte man seine E-Mails ja auch ungern löschen, und eine ständige Verfügbarkeit dieser wird nur durch ein funktionierendes Backup des (Mail-) Servers garantiert. Und spätestens hier dürfte die Entscheidung doch bei vielen wieder auf GMail fallen. Was einen zwar in die Abhängigkeit treibt, vieles allerdings so viel einfacher macht.

quote.fm

Nach einigem Zögern bin ich schließlich doch Teil von QUOTE.fm geworden. QUOTE.fm ist im entfernten Sinne ebenfalls ein soziales Netzwerk, das den Fokus auf das Lesen von Texten legt. Mittels Bookmarklet kann man beim Lesen interessanter Texte eine Passage markieren und diese in seiner Timeline teilen, der andere Mitglieder wie bei Twitter folgen können. Auf QUOTE.fm selbst können diese Links dann kommentiert und geteilt werden. QUOTE.fm Durch die ziemlich gute Discover-Funktion bin ich so schon auf einige interessante Artikel aufmerksam geworden, da meine bisherige Filterblase (Instapaper-Recommendations, Flipboard, Twitter) meistens aus englischen Artikeln bestand. QUOTE.fm ist aber ein Projekt aus Deutschland, deshalb ist ein Großteil der Mitglieder auch deutschsprachig, so auch deren geteilte Links. Leider fehlen noch Luxusgüter wie eine mobile Seite oder eine App. Für den Einsatz am Rechner und Freunde des Lesens ist es aber definitiv eine Empfehlung.

Das Geld liegt auf der Straße

Während der momentan omnipräsenten Diskussionen um das Urheberrecht (vgl. ZEIT, FAZ, Spiegel Online) fragt man sich als Endkunde oftmals, warum keine käufliche Lösung für das akkute, persönliche Bedürfnis existiert. Klar, wenn ich Musik kaufen möchte, so kann ich dieses inzwischen sofort und ohne große Hürden. Bis eBooks soweit sind, müssen wohl noch einige Jahre ins digitale Land ziehen und einige Formate aussterben. Doch wieso kann ich beispielsweise einen Artikel auf der Website der F.A.Z. nicht mit einem kleinen Betrag belohnen, weil er mich sehr unterhalten hat? Ich denke hier an etwas wie Flattr, nur zwangloser, eventuell auch direkt vom Seitenanbieter bereitgestellt. So entgeht der F.A.Z. in meinem Falle nicht nur der von mir angedachte Betrag, auch Werbeeinnahmen werden dank AdBlocker nicht generiert. Das Argument, die Resonanz wäre zu gering, empfinde ich als Frechheit - und wenn mit einem Artikel nur 5€ Online erzielt werden, sind das 5€ mehr als mit dem momentanen System. Außerdem war mir heute nach Bundesliga im Wohnzimmer. Da ich kein Sky Abonnent bin, schaute ich allerdings in die fußballlose Röhre. Mir wäre die Konferenz im Stream heute gut und gerne 4-8€ Wert gewesen, leider kann man auf legalem Wege keine einzelnen Spiele (oder eben die Konferenz) erwerben. Eine Schande.

Google+

Von Google+ war ich anfangs sehr angetan, hoffte gar auf einen ähnlichen Zulauf dort wie auch einst bei Facebook. Doch seit geraumer Zeit ist G+ für mich gestorben. Nicht zuletzt wegen dem “Redesign”, das mehr verschlechterte als verbesserte, unzählige Fehler und fehlende Neuerungen machen G+ unattraktiv. Von der mangelnden Bekanntschaft mal ganz abgesehen. Es gibt nichts, das mich auf G+ zieht - Links mit kurzem Kommentar passen auf Twitter, alles, was länger ist, kann ich auch in diesen Blog schreiben. Klar, G+ wurde zum Spielplatz der “digitalen Bohème”, aber von diesen muss ich auch auf Twitter schon genug lesen. Hangouts sind ganz nett, genutzt habe ich diese aber bisher höchstens vier, fünf mal. Der eingebaute Meme-Generator war hoffentlich mehr als Gag gedacht, denn zur selbstauferlegten Seriosität des Netzwerks trug dieser auch nicht bei. Was also tun mit Google+? Für mich fristet es also künftig in der Ecke neben Diaspora. Und da wird kein “Social Network” hinwollen, ehrlich.

Schnitzelpress 0.2.0 released

Schnitzelpress wurde nach langer Wartezeit (sorry, Hendrik) in der Version 0.2.0 veröffentlicht, die viele Verbesserungen enthält. Das Upgrade von 0.1.X war denkbar einfach, trotzdem verspricht der Entwickler für die kommenden Versionen einen einfacheren Prozess. Neben der Möglichkeit, Posts zu löschen (wer braucht das?), wurde das Admin Interface sichtlich verbessert und die Performance gesteigert.

Meine ersten Wochen mit Schnitzelpress waren super. Es ist die beste Blog-Engine, in die ich jemals Text eingeben durfte. Ich rate jedem, zuerst diesen Appell zu lesen, und dann sein altes Blog durch Schnitzelpress zu ersetzen. Die Installation ist denkbar einfach und kostet nichts. Einfach hier lernen, wie man Schnitzelpress installiert und es anschließend wagen. Für Wordpress Flüchtlinge weiterhin der Verweis auf mein WP-SP Import Script.